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Frank Nitsche

Fischzug

 

Nachdenken über das Fischen


Eierlauf

Drachenfisch

 

Karussell

Ptolemäisches Karussell

 

Parade Küchendienst


Vita

1958 geboren und aufgewachsen in Eisleben

1975 Abitur in Dessau an der Pädagogischen Hochschule

1975-1979 Studium Lehramt Mathematik/Physik an der PH in Halle/Saale

Seit 1975 bis heute Anleitung und künstlerische Betreuung durch den Maler Paul Otto Knust

1999-2000 Studium als Gasthörer an der HGB Leipzig bei Prof. Ulrich Hachulla und an der Burg Giebichenstein in Halle/Saale

2000-2004 Studium Lehramt Kunsterziehung am Gymnasium an der Hochschule für Kunst und Design Halle

1990-1994 Gründung und Leitung der Malschule des Landkreises Aschersleben-Stassfurt; bis 1999 künstlerische Leitung


Mitglied im BBK Sachsen-Anhalt

lebt in Aschersleben


Ausstellungen

2006

Museumsverein Salzkirche, Tangermünde

Kunstverein Schlossgalerie Ostrau

Galerie des Literaturverlages Erata, Leipzig: "Ptolemäisches Karussell"


2005

Soziokulturelles Zentrum Volksbad Buckau, Magdeburg: "Kinderland"

Biotechnologiezentrum Gatersleben: „Reise nach Siam“

2004

Galerie im Stadtschloss Eisleben: „Kinderland“

Galerie des Bildungsvereins Oranienbaum: "Methoden und Versuche"

2002

Galerie des Kunstvereins Schwedt/Oder: "Neue Arbeiten"

1990

Galerie des Kunstvereins Aschersleben

1988

Galerie Adam Olearius, Aschersleben

 

Ausstellungsbeteiligungen:

- Galerie Marktschlösschen Halle 2006

- Halle Kunstmesse 2005

- Magdeburg „Strömungen“ 2005

- Lüneburg „Kunst aus Sachsen-Anhalt“ 2005

- Galerie Himmelreich Magdeburg 2005

 

Stimmen zu Frank Nitsche

"Überhaupt, wenn wir miteinander über unser künstlerisches Tun sprechen, dann heißt es immer Arbeit ... Was arbeitest du gerade, was hast du in Arbeit ..., wie kommst du mit der Arbeit voran? Dass Arbeit Spaß macht, ist uns selbstverständlich, und das gilt nicht nur für die künstlerische. Arbeit ist auch und besonders für Frank Nitsche ein positiver Begriff.

Studien entstehen, Ideen werden entwickelt, Versuche unternommen. Es wird viel probiert. Und dann sind da natürlich das Eigentliche: Die grafischen Blätter, die Radierungen.

Überall das Bemühen um die entgültige Form, kein Blatt wird leichtsinnig aufgegeben, bei Frank Nitsche wird selten bis nie der Zufall zum Gestalter, darin sind wir uns unähnlich. Er entscheidet nicht nur, das kann ich so lassen, er will auch immer bewusst steuern, das muss noch so werden.

Zu dieser Haltung passt seine Art, mit der Radierung umzugehen. Kaltnadel, Strichätzung, Aquatinta, zwischendrin wegpoliert, korrigiert, neu probiert. So entsteht eine lange Reihe von Probedrucken, ehe entschieden wird, so, jetzt ist der richtig.

In den letzten Jahren hat alle künstlerische Arbeit Frank Nitsches an Konsequenz gewonnen. Das hat ganz sicher zu tun mit seinem Sabbatjahr, das keines war. Ein Jahr Berufsunterbrechung zum Auftanken konnte Frank Nitsche nutzen, um direkt an der Burg Giebichenstein in Halle und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig zu studieren. Neue Erfahrungen, Übung im Umgang mit komplizierten Techniken und eine Menge Selbstbestätigung waren unter anderem die Resultate. Natürlich hatte der Leipziger Grafiker Ulrich Hachulla großen Einfluss auf die Entwicklung des grafischen Vermögens.

Dennoch, die nun sichere Suche nach dem stärksten Ausdruck, nach der gültigsten Form ist längst nicht nur vorwiegend grafisch geblieben.

Mutig wird sich der Farbe gewidmet, große Flächen fassen Körper zusammen, Formen werden angeschnitten, es treibt sie manchmal geradezu aus dem Bild, die Farben ringen miteinander und Frank Nitsche mitten drin. Nicht detailverliebt, aber durchaus erzählerisch baut er seine Bilder. Häufig die menschliche Figur im Mittelpunkt, das zentrale Thema sozusagen, der Mensch mit seinen Verhaltensweisen.

Trotzdem bleibt bei der Betrachtung der Bilder das Gefühl, hier soll nicht nur ein Inhalt transportiert werden, hier geht es vor allem auch um die formale Bewältigung des Inhalts. Und so erwische ich mich schon mal dabei, dass mich der Titel des Bildes gar nicht so sehr interessiert, dass ich mich vielmehr frage, wie hat er denn das gemacht? Oder bei dem Gedanken, oh, schöne blaue Fläche! Vielleicht ringen die Farben auch gar nicht miteinander, vielleicht tanzen sie ja, feiern ein Fest der Farben. Entschuldigung, so weit wollte ich denn doch nicht gehen. Aber eines wird doch deutlich: Obwohl Frank Nitsche sich ganz klar dazu bekennt, die Gegenständlichkeit der Welt um uns herum als Anreger zu nutzen, haben seine großen farbigen Arbeiten einen deutlichen Zug zum Abstrakten, die Farbe wirkt hier auch ohne die Gegenständlichkeit. Und seine rein abstrakten Versuche tun das Ihrige dazu. Materialien, Techniken, Ordnungen, ... wie kann man mit Gewohntem brechen, für sich neues erschließen?

Frank Nitsche ist ein denkender Sucher, nicht einer, der über etwas stolpert, es aufhebt und stolzen Besitzer spielt. Das Nachdenken, das lange Ansehen, die zur Reife gebrachte Überlegung macht einen großen Teil seiner Arbeit aus. Immer noch legt er regelmäßig vor seinem Meister, vor Paul Otto Knust, Rechenschaft ab, längst nicht mehr so sehr als Schüler, eher nun als Geselle, der auch schon seine Meisterschaft weitergegeben hat."

(Gerhard Fuhrmann, 2002)


 

 



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