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Peter Piek
![]() Zwei Köpfe 1 |
![]() Zwei Köpfe 2 |
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![]() Pappakopf |
![]() Regenbild |
'Nr.34 (Peter P Signaturbild 4) |
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Vita
am 03.04.1981 als Peter Piechaczyk in Karl-Marx-Stadt geboren
Sprachheilschule Karl-Marx-Stadt
seit 1992 Klavier, seit 1995 Gitarre und Schlagzeug
seit 1997 intensive Beschäftigung mit Malerei
1997 erste eigene Songs entstehen
2000 plakative flächige Bilder
seit 2001 Aufspaltung in mehrere Teilpersönlichkeiten
darunter die Teilpersönlichkeit Peter Stone (Musiker)
erstes Album von Peter Stone entsteht '1=2!'
2002 rhythmus-inspirierte Malerei / Nummernbilder
seit 2002 Studium Malerei/Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst
Leipzig
bei Sighard Gille und Wolfram Ebersbach
2tes Album von Peter Stone wird aufgenommen: 'Peter Stone und die Farben'
2003 Mitbegründer der Künstlergruppe „Querschlag“
Mitinitiator der unabhängigen Künstlerinitiative „Malfront“
2003 - 2004 Malfront-Grundstudium (u.a. schwarz-weiß Bilder, häßliche Bilder,
Dunkelbilder, Fußbild)
2004 Beginn einer Verschmelzung linearer und flächiger Malerei, Entdeckung
der Ebene
zeitweiliger Rückzug von der Malerei, um 'das Malbuch' zu schreiben
erste 'Pinselauswaschbilder', 'Wegwerfbilder'
adaptieren, rhythmisieren und kombinieren suprematistischer Grundformen
3tes und letztes Peter Stone Album wird aufgenommen 'naturally gently pressed'
2005 Rhythmus als wichtigstes Bildelement
seit 2005 dialogisches Malfrontzwischenstudium
Beginn der Arbeit an einem dialogischem Buch
2006 Wiedervereinigung der letzten Teilpersönlichkeiten Peter Piechaczyk
und Peter Stone zu Peter Piek
Versuch Songs zu malen: Rhythmus, Ebene und Form zu Farbe
lebt und arbeitet im Leipzig und in Chemnitz
Ausstellungsbeteiligungen
| 2003 | Querschlag I / Produzentengalerie
Schiersandstr. / Chemnitz Rundgang HGB / Leipzig |
| 2004 | Querschlag II / Rathausgalerie Döbeln Wanderausstellung in Bayreuth, Hof, Plauen, Chemnitz und Zwickau |
| 2005 | Querschlag IIIB / Galerie im Kunsthaus Mitte
Berlin Querschlag III / HeckArt Galerie Chemnitz Rundgang HGB / Leipzig |
| 2006 | Rundgang HGB / Leipzig |
Einzelausstellungen
| 2001 | Bilder und Stuhl / Galerie 3 Senkrecht / Klaffenbach |
| 2002 | Farbe und Pfannkuchen / Rathausgalerie Döbeln Farbe und Teebeutel / Chemnitz Produzentengalerie Atelier Schiersandtr./ Chemnitz |
| 2003 | farbe und schinken / kunstraum der kkh chemnitz Malfront 2+3 / Atelier Dessauerstr. 9a Leipzig Mdr Fernsehstudio / Leipzig schöne Grüße von der Malfront / Atelier Schiersandstr. / Chemnitz |
| 2004 | Malfront 4 / Regierungspräsidium Chemnitz
/ mit M. Goller peter und peter / Rathausgalerie Auerswalde / mit Peter Fiebig farbe und vordiplom / Hochschule für Grafik und Buchkunst, Galerie im Lichthof / Leipzig |
| 2005 | zu Fuß an der Malfront / Voxxx Galerie Chemnitz Farbe & Quarktaschen / Galerie und Edition Erata Leipzig Malfront 7 - die Lizenz zum malen / Produzentengalerie Leipzig |
| 2006 | Galerie Westerheide / Ranis |
Preise
2000, 2002 und 2004 Preisträger der Jugend-Kunst-Biennale
Veröffentlichungen
Ausstellungskatalog 2005, Passage-Verlag
2006 mit
Michael Goller: Das Malbuch. art fiction,
Edition ERATA
Stimmen zu Peter Piek
Zu Fuß an der Malfront
Er hat keine Dusche und auch kein warmes Wasser. Von der vollsanierten Südvorstadt-Wohnung
mit Badewanne ist er in das Rotlichtviertel Dessauer Straße gezogen. Ob
dieser Radikalumzug jetzt wieder eine von Peter Piek’s Kunstaktionen ist,
könnte man sich fragen. Für seine Freunde, Bekannte und für einige Kommilitonen
der HGB jedenfalls, sind seine ausgefallenen Ideen ein Markenzeichen. Es
ist schon passiert, dass Piek und sein Freund Michael Goller ihr übliches
Werkzeug bei Seite legten und stattdessen mit den Füßen malten. „Ich weiß,
dass das nicht gerade professionell aussieht, wenn wir unsere Zehen in Farbe
tauchen und über eine überdimensionale Malfläche humpeln. Aber für mich
war das Fußbild eine komplett neue Erfahrung, es bedeutete Kontrollverlust,
nichts gelang, wie man es wollte. Auch die Perspektive war ungewohnt. Von
oben auf die Malfläche zu blicken ist was völlig anderes, als sonst, sozusagen,
mit dem Bild Aug in Aug zu stehen.“ Piek studiert seit 2002 Malerei und
Grafik. An der HGB schätzt er zwar, dass man sich mit 'Menschen die auch
so etwas wie malen' austauschen kann, dass räumliche und technische Mittel
zur Verfügung stehen und vor allem, dass er sich auf die Malerei konzentrieren
kann. Jedoch findet er das Kunstverständnis der meisten Dozenten zu eng
geschnürt und es ärgert ihn, dass Kommilitonen sich so leicht „erziehen“
lassen. „Was oftmals dabei herauskommt, sind überladene, symbolträchtige,
schöne, angesagte Kopien. Unbedingt skurrile Darstellungen, unbedingt moderne
Farben, unbedingt realistische Traumwelten. Das ist wie unbedingt nackte
Brüste bei VIVA, da geht’s dann nämlich kaum
noch um die Musik. Es widert mich an, wenn ich bei Ausstellungen durch die
Gänge der Hochschule laufe.“
In Michael Goller hat der HGB-Außenseiter einen Weggefährten gefunden. Goller
hat Medientechnik / Multimedia studiert und lebt seit 1998 freischaffend
als Maler und Grafiker. 2003 erschien bei Edition Erata Leipzig „Labyrationen“,
ein Katalog mit 31 Farbabbildungen ausgewählter Bilder des Malers. Michael
Goller und Peter Piek haben sich eher zufällig auf einer Fahrt zur Kölner
Kunstmesse kennengelernt. Sie teilen die Ansicht, dass Malerei allzuoft
als Transportmedium für Inhalte aller Art missverstanden wird. Es sei vor
allem durch die Erwartung an Medien zu einer Zuschüttung der Sensibilität
für Malerei gekommen. Um die Malerei zu „entschütten“, haben Piek und Goller
die unabhängige Künstlerinitiative „Malfront“ gegründet.
„Malfront“ motiviert sich alle vier Monate mit neuen Aufgaben, die in erster
Linie zum Inhalt haben, die eigenständige Seinsform der Malerei zu verteidigen.
Die Vorgehensweise muss aber nicht zwangsläufig so abenteuerlich sein wie
beim Fußbild. So entstand zum Beispiel eine Reihe zum Thema „hässliche“
Bilder, bei der die Hässlichkeit als Bildprinzip untersucht wurde. Oder
aber eine Reihe mit Schwarz-Weiß-Bildern,
bei der die Künstler mit Malerei ohne Farbe provozierten. Die Ergebnisse
werden in Piek’s Atelier ausgestellt, das gleichzeitig seine Wohnung ist.
Glaubt man sich noch in der Küche, steht man in Wirklichkeit schon mitten
im Ausstellungsraum, der in drei Nischen übergeht. Hier irgendwo ist vielleicht
das Wohnzimmer. Ein lackierter Holztisch erinnert jedenfalls daran. Am Ende
des Ganges befindet sich der größte, offenste, zugleich kälteste Raum. Hier
wird gearbeitet. Zeichnungen, an die Wand gelehnte Leinwände, angebrochene
Farbdosen, Pinsel in allen Variationen und Farbkleckse auf dem Boden lassen
das erkennen. Mit 16 Jahren hat Peter Piek zum ersten mal nach Leinwand
und Ölfarbe gegriffen. Damals hat er sich noch an impressionistischen Bildern
orientiert, hat versucht, sie abzumalen. Doch bald ließ er sich von Ernst
Ludwig Kirchner beeinflussen, dessen Werk ihn zu expressiver Farbgebung
und zu eigenen Ideen inspirierten. Nach und nach hat Piek in seinen Bildern
die räumliche Tiefe herausgenommen, sein Stil ist außerdem durch leicht
surreale Darstellung, durch helle, wilde Farben gekennzeichnet. Thematisch
ist sein Ziel Bewegung festzuhalten, das Leben und Gefühle zu spiegeln,
er erzählt kaum Geschichten in seinen Bildern, sondern macht rhythmische,
musikalische Zustandsaufnahmen.
Piek malt seine Bilder zügig, aber nicht spontan. „Das meiste hab ich schon
ewig im Kopf oder woanders, im Unbewussten. Es lässt sich nun mal nicht
alles sofort auf die Leinwand bringen, manche Themen sind hartnäckig, einiges
greife ich erst nach Jahren wieder auf.“ Inzwischen war er in den Jahren
2000 und 2002 Preisträger der JugendKunstBiennale, ein Stipendium des Sächsisch-Bayerischen
Städtenetzes, das alle zwei Jahre an 14-25 jährige Bewerber vergeben wird.
Es bietet den jungen Künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeiten einer breiten
Öffentlichkeit zu präsentieren. So gab es eine Wanderausstellung in Bayreuth,
Hof, Plauen, Chemnitz und Zwickau. Auch die HGB-Zwischenprüfung hat Piek
hinter sich, demnächst steht die „lästige“ Suche nach einem Galeristen ins
Haus. Der Künstler versucht in seiner Vorgehensweise einen nicht vergeistigten
Malfluss, das heißt ein Arbeiten aus freier Emotion heraus und ohne äußeren
Druck aufrecht zu erhalten. Er korrigiert seine Zeichnungen nicht, einen
Radiergummi verwendet er nie.
(Melanie Arns, Kreuzer März 2005)
Internet-Auftritt




